Schlossgarten Molsdorf

 
Statue des Herkules
Lapidarium: Zentrales Wasserbassin
Blühende Schmucklilien

Der heutige Schlossgarten von Molsdorf verbindet auf besondere Weise die Ausstrahlung eines Landschaftsgartens mit den Spuren einer repräsentativen barocken Gartenanlage. Er ist damit ein eindrucksvolles Beispiel für den tiefgreifenden Wandel gartenkünstlerischer Auffassungen.

Gustav Adolph von Gotter, der das Anwesen 1734 erwarb, schuf mit der Gestaltung des Gartens und dem Umbau der früheren Wasserburg zum Lustschloss ein barockes Gesamtkunstwerk.
Südlich der neu entstandenen Gartenfassade des Schlosses erfuhr der Garten eine architektonische Gestaltung. Historische Pläne belegen die klassische Abfolge von niedrigen, zentral vor dem Schloss angeordneten Broderieparterres, gefolgt von Bosketträumen. Der Garten war mit Wasseranlagen und zahlreichen Gartenskulpturen ausgestattet.

Als gegen Ende des 18. Jahrhunderts Molsdorf in den Besitz der Herzöge von Sachsen-Gotha gelangte, begann die Umgestaltung der Gartenanlage durch den in Wörlitz geschulten Hofgärtner Johann Rudolph Eyserbeck.
Elemente eines Landschaftsparks, wie geschwungene Wege und der unregelmäßige Teich, wurden eingefügt, die Kanäle zum Teil verfüllt. Einige architektonische Elemente und ein Teil der Skulpturenausstattung wurden in die Neugestaltung einbezogen.
Die barocke Hauptachse mit ihrer Ausrichtung nach Süden wurde als Blickachse des Landschaftsgartens erhalten und umgestaltet. Vor dem Schloss trat eine als Pleasureground angelegte große Rasenfläche mit Blumenbeeten an die Stelle der Parterrebeete.

Kontakt

Schlossverwaltung
Schloss Molsdorf
Schlossplatz 6
99094 Erfurt

Telefon: 03 62 02 / 2 20 85

E-Mail
Internet