Sommerpalais Greiz

Staatliche Bücher- und Kupferstichsammlung

 
Kabinett mit rotem Kamin
Schaubibliothek
H. Daumier: Pygmalion

Das Sommerpalais in Greiz, erbaut von 1769 bis 1779, gilt als eines der frühesten Zeugnisse klassizistischer Baukunst in Thüringen. Es ist umgeben vom Greizer Landschaftspark, dessen Geschichte bis etwa 1650 zurück reicht. Sowohl das Sommerpalais als auch der Park wurden 2009 vom Bundesministerium für Kultur und Medien als "national bedeutsam" eingestuft.
Das Sommerpalais diente bis zum Ersten Weltkrieg als Sommerresidenz der Fürsten Reuß Ältere Linie. Im Jahr 1922 konnte nach einem Vergleich mit dem Fürstenhaus im Greizer Sommerpalais ein neues Kunstmuseum, „die Stiftung der Älteren Linie des Hauses Reuß“, eröffnen. Seitdem beherbergt das Sommerpalais die Kunstschätze der Staatlichen Bücher- und Kupferstichsammlung Greiz und seit 1975 auch das Greizer Satiricum, eine Karikaturensammlung von bundesweiter Bedeutung.

Die Büchersammlung ist in ihrem wesentlichen Teil eine planmäßige Gründung des Grafen Heinrich XI. zu Obergreiz (1722 – 1800, gefürstet 1778) aus der Zeit um 1747. Zur fürstlichen Kupferstichsammlung gehören etwa 7000 Schlachtenpläne, Landkarten und Stadtansichten sowie zahlreiche Druckgrafiken.
Den wertvollsten Teil des Kupferstichkabinetts verdankt das Sommerpalais dem Nachlass der englischen Prinzessin Elizabeth (1770 – 1840). Unter den tausenden Kupferstichen sind insbesondere etwa 900 englische Schabkunstblätter hervorzuheben, mehr als die Hälfte davon entstand nach Bildnissen des Porträtmalers Joshua Reynolds.

Seit der Gründung der Staatlichen Bücher- und Kupferstichsammlung Greiz wurde der umfangreiche Bestand an Büchern und Grafiken unter anderem um eine Chodowiecki-Sammlung, Handzeichnungen und eine große Totentanzsammlung erweitert. Das im Jahr 1975 gegründete Satiricum ist eine Spezialsammlung zeitgenössischer Karikaturen und Pressezeichnungen Ostdeutschlands und gehört mit seiner annähernd 12.000 Blätter umfassenden Spezialsammlung zu den ausgewiesenen Karikaturenmuseen. Von 1980 bis 1990 fanden im Greizer Sommerpalais sechs Biennalen zur Karikatur der DDR statt. Diese Tradition wird seit 1994 mit der bundesweit ausgerichteten Triennale „Karikatur, Cartoon und komische Zeichenkunst“ fortgeführt.

Im Gartensaal und in der Beletage werden regelmäßig wechselnde Ausstellungen der Staatlichen Bücher- und Kupferstichsammlung und des Satiricums gezeigt. Im Gartensaal und im Festsaal finden im Sommer Konzerte, Lesungen und andere kulturelle Veranstaltungen statt.

Öffnungszeiten

April bis September
Dienstag bis Sonntag
10.00 - 17.00 Uhr

Oktober bis März
Dienstag bis Sonntag
10.00 - 16.00 Uhr

Montags geschlossen,
Oster- und Pfingstmontag geöffnet,
24., 25., 31.12. und 1.1. geschlossen

Führungen nach Vereinbarung (mind. 8 Teilnehmer)

Kontakt

Staatliche Bücher- und Kupferstichsammlung Greiz
Postfach 11 46
07961 Greiz 
 

Telefon: 0 36 61 / 70 58 0
Fax: 0 36 61 / 70 58 - 25


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