Neues Palais in Arnstadt

Schlossmuseum Arnstadt

 
Puppensammlung
Porzellankabinett
Orgelspieltisch

Das ehemals „Fürstliche Palais“, in zentraler Lage der Stadt am Schlossplatz gelegen, wurde von 1729 bis1734 im Auftrag des Fürsten Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen (1678–1740) als spätbarocke Dreiflügelanlage erbaut. Es diente zunächst als Wittumspalais für dessen Gemahlin Elisabeth Albertine, geb. Prinzessin von Anhalt-Bernburg (1693–1774). Baumeister war der anhaltinische Landbaumeister Johann Heinrich Hoffmann (Lebensdaten unbekannt).

Mit dem seit 1919 als Museum genutzten Gebäude verbindet sich vor allem der Name einer einzigartigen Puppensammlung aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts: „Mon plaisir“.
Jedes Jahr finden Tausende Besucher den Weg in dieses Museum mit der Absicht nachzuvollziehen, was mit der Entstehung dieser Sammlung angestrebt wurde: Das Vermitteln eines detailgetreuen Abbildes einer kleinen thüringischen Residenzstadt der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die Sammlung, weitgehend auf der Augustenburg bei Arnstadt entstanden, umfasst in 82 Szenen insgesamt 391 Figuren und 2670 einzelne Gegenstände der damaligen Zeit und ist das Lebenswerk der Fürstin Auguste Dorothea von Schwarzburg-Arnstadt (1666–1751).

Innerhalb der weiteren Sammlungen, die das Schlossmuseum zu Arnstadt beherbergt, setzen kunsthandwerkliche Exponate aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts die stärksten Akzente. Insbesondere zur Präsentation seiner Porzellansammlung ließ Fürst Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen durch den Arnstädter Bildhauer Heinrich Christoph Meil (1701–1738) im südlichen Seitenflügel des „Fürstlichen Palais“ ein Porzellan- und Spiegelkabinett ausführen, welches um 1735 fertiggestellt wurde.
Bemerkenswert ist die Geschlossenheit der ostasiatischen Porzellansammlung, die heute noch im Arnstädter Schlossmuseum an originalem Platze zu bewundern ist und in umfangreichem Maße chinesische und japanische Porzellane einer Sammelperiode, nämlich der des Fürsten Günther I., umfasst, sowie eine kleine, erlesene Sammlung von Böttgersteinzeug und frühen Meißner Porzellanen.

Auf Graf Günther XLI. von Schwarzburg (1529–1583) geht die Sammlung flämischer Tapisserien des 16. Jahrhunderts zurück, unter denen vier Stücke einer Edition zum Leben des Hl. Paulus (1559) und zwei mit wie Menschen agierenden Affen während und nach der Jagd (1559) herausragen.

Von 1703 bis 1707 war Johann Sebastian Bach an der Neuen Kirche – heute Bachkirche – in Arnstadt als Organist tätig. Ihm wie der gesamten Familie Bach ist die neu gestaltete Ausstellung im Schlossmuseum gewidmet, wobei sich dabei als herausragendes Exponat nach wie vor der Spieltisch der Orgel präsentiert, die der Orgelbauer Johann Friedrich Wender aus Mühlhausen 1703 in der Neuen Kirche fertiggestellt hat und an welchem Johann Sebastian Bach als Organist selbst tätig war.

Persönlichkeit

Johann Sebastian Bach

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag
9.30 - 16.30

Kontakt

Schlossmuseum Arnstadt
Schlossplatz 1
99310 Arnstadt

Telefon: 0 36 28 / 60 29 32
Fax:  0 36 28 / 4 82 64

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