Theater auf dem Zenit - Die Meininger spielen Schillers „Die Jungfrau von Orleans“

22. März bis 14. Oktober 2018
Meiningen, Schloss Elisabethenburg, Obere Galerie
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Gegen Ende der Gastspielreisezeit gelang dem Meininger Hoftheater mit der Inszenierung der Jungfrau von Orleans nochmals ein „großer Wurf“. Die romantische Tragödie, so der Untertitel des Stückes, wurde für das letzte Berlin-Gastspiel 1887 einstudiert. Aus dem herzoglichen Briefwechsel mit Karl Werder gehen der Enthusiasmus und die Akribie hervor, mit dem die Meininger ihr letztes großes Projekt der Reisezeit in Angriff nahmen. Die Vorbereitung dieses Unterfangens lässt Erinnerungen an die Vorbereitungen der ersten Berlinauftritte anklingen. Als Jeanne d’Arc wurde die damals 18-jährige Amanda Lindner auserkoren. Die Besetzung der Hauptrolle mit einer Sentimentalen, anstatt wie bisher üblich mit einer Heroine, lief den damaligen Besetzungskonventionen diametral entgegen. Am Ende sollte die schauspielerische Leistung der Lindner das Bild von Jeanne d’Arc für lange Zeit prägen. Publikum und Kritik nahmen das Drama begeistert auf. Allein in Berlin wurde es 55 Mal (!) gegeben. Insgesamt wurde die Jungfrau von Orleans bis zum Ende der Gastspielreisezeit 194 Mal aufgeführt. (Mit Wilhelm Tell wurde nur ein Schauspiel Schillers häufiger inszeniert). Die Ausstellung wird von Florian Beck kuratiert, der zum Ende seines Volontariats dieses Projekt der interessierten Öffentlichkeit vorlegt. Es handelt sich um die erste Gesamtschau des noch vorhandenen Materials zu dieser Inszenierung. Es soll der Versuch unternommen werden, das Präsenzereignis der Aufführung zu rekonstruieren.

 

Eröffnung 21. März 2018

19 Uhr, Schloss Elisabethenburg, Marmorsaal; 3 €

Organisation:
Meininger Museen
 

Service

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in der Kulturstiftung
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