Die Veste Heldburg wird DENKOrt

„Vor Ort zum DENKOrt – Thüringer Orte der Repression, Opposition und Zivilcourage in der DDR“ ist ein Bildungs- und Forschungsprojekt, welches vom Thüringer Archiv für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk“ (ThürAZ) in Kooperation mit der Thüringer Staatskanzlei durchgeführt wird und sich dieser Tradition des zivilgesellschaftlichen Engagements verpflichtet fühlt. In das DENKOrte-Projekt sollen insbesondere diejenigen Orte im ländlichen Raum und kleinstädtischem Bereich Eingang finden, die bisher noch nicht im Gedächtnis der Bevölkerung vor Ort verankert sind und an denen die Geschichte repressiven, widerständigen und zivilcouragierten Handelns während der Zeit der DDR vermittelt werden kann. Neben der Sensibilisierung der Öffentlichkeit für diese Orte, sollen die DENKOrte langfristig und nachhaltig zu kulturellen Begegnungsorten und/ oder außerschulischen Lernorten entwickelt werden. Das DENKOrte-Projekt sieht zudem die Markierung aller projektrelevanten Orte vor, um die einzelnen Orte und deren Bedeutung ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Im Projektzeitraum 2020 bis 2022 ist die Entwicklung von 9 DENKOrten angedacht, darunter die Veste Heldburg mit dem Themenfeld Heimerziehung. Kern der Erarbeitung ist die Aufarbeitung der Geschichte der Veste Heldburg als DDR-Kinder-/Sonderschulheim (1954–1982). Mit der Entwicklung der Veste Heldburg zu einem DENKOrt ist das Ziel verbunden, die Kinderheimgeschichte zu enttabuisieren, Verständnis herzustellen und die Nutzung der Veste als Kinder- bzw. Sonderschulheim, in einem sensibel gestalteten Raum zu erzählen.

Aus diesem Anlass sollte am 27. und 28. November 2020 das Symposium „Die Veste Heldburg wird DENKOrt“ stattfinden. Aufgrund des derzeitigen Corona bedingten Lockdowns haben sich die Ausrichter – die Mitglieder des Projekts „DENKOrte“, das Thüringer Archiv für Zeitgeschichte „Mattias Domaschk“, das Deutsche Burgenmuseum und die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten – dazu entschieden, die Tagung nicht als Präsenzveranstaltung abzuhalten. Ende November werden dafür die Beiträge online über die Museumshomepage bzw. über den YouTube-Kanal des Deutschen Burgenmuseums abrufbar sein. Im kommenden Jahr erscheint auch ein Tagungsband.