Themenjahr „Gärten“ 2021

Historische Parks und Gärten als Außenstandorte der BUGA Erfurt 2021

Auch wenn die Bundesgartenschau ihre zentralen Ausstellungsflächen mit dem Petersberg und dem ega-Park in Erfurt hat, so finden sich über ganz Thüringen verstreut 25 Außenstandorte, die zu gärtnerischen Erkundungstouren einladen. Die Schatzkammer Thüringen ist dabei mit zehn historischen Park- und Gartenanlagen vertreten.

Wie nirgends sonst lässt sich in Thüringen ein halbes Jahrtausend fürstliche Gartenkunstgeschichte auf engstem Raum erleben. Dazu zählen streng geformte barocke Gärten mitsamt ihren Orangerien sowie elegante frühe Landschaftsparks.

Entdecken auch Sie die Schönheit der fürstlichen Parks und Gärten in Thüringen!

 

Das sind unsere Außenstandorte:

Bundesgartenschau 2021 in Erfurt
(23.04. bis 10.10. 2021)

Hier finden Sie alle Informationen zur Bundesgartenschau in Erfurt 2021.

Grün, grüner, Thüringen! Sind Sie auf der Suche nach Inspirationen für Ihre Gartenreise durch Thüringen? Dann schauen Sie doch einmal hier.


Ausstellungen im BUGA- und Gartenjahr 2021

2021 ist Gartenjahr in Thüringen. Das nehmen nicht nur die BUGA-Außenstandorte zum Anlass, ihre Gäste mit Sonderausstellungen rund um Gärten und besondere Pflanzen zu begrüßen. Auch andere Schatzkammer-Partner verlocken mit gärtnerischen Themen zu einem Besuch in ihren Schlössern und Parkanlagen.

Wir haben Ihnen alle Sonderausstellungen alphabetisch zusammengestellt:

 

Altenburg, Residenzschloss Altenburg
„Gartenlust und Parklandschaft. Die Geschichte des Altenburger Schlossparks“
12. Juni bis 3. Oktober 2021

Bis in die Gegenwart prägen zahlreiche Gärten und Parkanlagen das Bild Altenburgs. Grund genug, die Bundesgartenschau in Erfurt zum Anlass zu nehmen, mit dem Ausstellungsprojekt ,,Grünes im Quadrat“ die Gartenkultur und die geologischen Besonderheiten des Altenburger Landes vorzustellen. Das Residenzschloss Altenburg präsentiert im Rahmen einer Kooperation mit dem Lindenau-Museum, dem Naturkundemuseum Mauritianum und dem Museum Burg Posterstein die Geschichte des Schlossgartens und seiner Bauwerke.

Dabei zeigt die Ausstellung wie die hier residierenden Herzöge den Schlossgarten über Jahrhunderte als privaten Rückzugsraum, ebenso aber auch als Kulisse prächtiger Hoffeste und nicht zuletzt als landwirtschaftliche Produktionsstätte nutzten. Die Ausstellung lädt freilich auch dazu ein, die kleinen Geschichten zu entdecken, die mit der großen Geschichte des Schlossgartens einhergehen. So lässt sich beispielsweise im Goldsaal des Residenzschlosses der Frage nachgehen, wer die Menschen waren, die den herzoglichen Garten zum Blühen brachten.

Ausstellungen der Kooperationspartner:
Museum Burg Posterstein
#GartenEinsichten: „Wie der Gärtner, so der Garten“ – Gartenkultur als Spiegel der Gesellschaft (6. Juni bis 18. Juli 2021)

Lindenau-Museum im Residenzschloss Altenburg
Gärten vor der Linse – Die Gartenstadt Altenburg (12. Juni bis 3. Oktober 2021)

Naturkundemuseum Mauritianum
Der Grund des Gartens: Porphyr (2. Juli bis 31. Dezember 2021)

 

Dornburg, Dornburger Schlösser, Renaissanceschloss
Hofgärtner Sckell und die Dornburger Schlossgärten. Vision & Realität“
10. Juni bis 31. August 2021

Die Dornburger Schlossgärten, auch als „Balkon Thüringens“ bezeichnet, wurden ab 1824 im Auftrag von Großherzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach angelegt. Hofgärtner Carl August Christian Sckell bekam den Auftrag, die einzelnen Gärten der drei Schlösser zusammenzuführen. Er schuf eine Anlage aus Gartenräumen unterschiedlichen Charakters, geprägt von Terrassen, intimen Plätzen und reizvollen Aussichten ins Tal. Die Ausstellung zeichnet das Wirken Sckells in Dornburg nach. Zu den besonderen Erlebnissen des Hofgärtners gehörte der Aufenthalt Goethes 1828 in Dornburg, den er später dokumentierte.

 

Erfurt-Molsdorf, Schloss Molsdorf
„Mit Spaten, Charme und Strohhut – aus dem reichen Arbeitsleben eines barocken Gartenputtos“
12. Juni bis 17. Oktober 2021

Am Beispiel des barocken Schlossgartens Molsdorf wird thematisiert, warum sich Adel und Herrscher solch pflegeintensiven Gärten anlegen ließen. Wozu dienten sie? So hat der Molsdorfer Schlossherr Gustav Adolph von Gotter hundert Gartenskulpturen aufstellen lassen, auch für damals eine exklusive und kostenintensive Ausstattung. Erzählt wird in der Ausstellung auch, was in der Barockzeit angepflanzt wurde und wie pflegeintensiv diese Gärten waren.

 

Gotha, Herzogliches Museum, Ausstellungskabinett
„Muschelblüten, Blumenbücher und ein Orangerie-Modell – Restaurierte Kunst rund um den Garten“
4. Juli bis 3. Oktober 2021

Anlässlich der diesjährigen Bundesgartenschau in Erfurt präsentiert die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha aus ihren Sammlungen eine exquisite Auswahl von Objekten rund um das Thema Garten. Zu sehen sein werden bislang unbekannte oder aufgrund ihrer Empfindlichkeit nur selten ausgestellte Kunstwerke, die sich einst in der Kunstkammer befanden und eng mit der Gothaer Gartenlandschaft des 17. und 18. Jahrhunderts verknüpft sind. Alle Stücke sind jüngst mit phantastischen, teils spektakulären Ergebnissen aufwändig restauriert worden, weshalb die kleine Schau auch das Vorher und Nachher der Objekte thematisieren wird.

 

Gotha, Herzogliche Orangerie, Orangenhaus
„Im Garten der Goldenen Früchte“
11. Juni bis 19. September 2021, Di.-So. 10-16 Uhr, Eintritt frei

Die Herzogliche Orangerie Gotha gilt als eine der größten und imposantesten barocken Orangerieanlagen im deutschsprachigen Raum. Ihre historischen Wurzeln reichen bis zur Gründung des Herzogtums Sachsen-Gotha im Jahr 1640 zurück. „Im Garten der Goldenen Früchte“. Diesem Thema und all seinen Facetten widmet sich die Ausstellung im Orangenhaus. Eine Orangerie ist nicht nur ein Gebäude, ein Garten oder eine Pflanzensammlung. Sie ist die Summe aus Architektur, Gartenkunst und gärtnerischem Handwerk. Kunst, Kultur und Geschichte bilden ein komplexes, eigenständiges Gesamtkunstwerk und ist damit Teil der Residenzkultur.

Wie zieht man Zitrusgewächse, welche Sorten gibt es? Wie verwendet man sie? Weshalb war Ananas so kostbar? Welche Gartengeräte wurden verwendet, wie wurden sie hergestellt? Zugleich hält die Ausstellung praktische Tipps bereit und lädt zum Ausprobieren ein. So waren für das gedeihliche Wachsen der Pflanzen ganz bestimmte Erdmischungen wichtig. Die Bestandteile hierfür sind in einem sogenannten Erdlabor aufgestellt. Hier können die Besucher ihr Können testen und sich auf die Suche nach der richtigen Mischung begeben. Im zweiten Teil wird die Geschichte der Orangerie Gotha erzählt. Inszeniert mit einem optischen Orangenhain und einer Bilderwand, die manches Rätselhafte vorführt.

 

Veste Heldburg
„Georgs gezähmter Garten. Der Heldburger Burgberg zwischen Landschaftspark und Nutzgarten“
ab September 2021

Ein Dschungel aus hohen Bäumen und dichtem Gebüsch säumt heute den Berg unterhalb der Veste Heldburg. Zur Zeit Herzog Georgs II. von Sachsen-Meiningen durchbrachen Aussichtpunkte als Teil malerischer Wanderwege, die vorbei an einem Weinberg oder auch dem Steinbruch führten, das Grün. Der Schlossgarten bot ausländischen Nadelholzbäumen Platz zum Wachsen und auch im Burghof grünte und blühte es. Ein Leporello aus historischen Plänen, alten Fotos und antiken Postkarten legen in der Ausstellung Zeugnis über den kultivierten Berggarten ab.

 

Schleiz, Schloß Burgk
„hortus secretus / Der geheime Garten – Die 36. Leipziger Grafikbörse zu Gast auf Schloß Burgk“
baldmöglichst bis 11. Juli 2021

Die 36. Leipziger Grafikbörse entführt in den „hortus secretus“, den geheimen Garten. Zu diesem Thema haben mehr als 100 KünstlerInnen grafische Arbeiten eingereicht, die bis 11. Juli im Museum Schloß Burgk gezeigt werden. Die Interpretationen des „hortus secretus“ reichen vom Garten als konkreten Ort bis zu gedanklichen, fantastischen Gärten. Dabei bedienen sich die meist aus Mitteldeutschland stammenden Künstler verschiedener grafischer Techniken und experimentieren mit Mischformen.

 

Weimar, Schloss und Park Belvedere, Gärtnerwohnhaus
„Hüter der goldenen Früchte“
ab 26. Juni 2021

Die Präsentation im Gärtnerwohnhaus schafft erstmals eine zeitgemäße Informationsmöglichkeit über die Pflanzensammlungen in Belvedere, die Arbeit der Gärtnerfamilien und die Entwicklung der Orangeriegebäude im Schlosspark ab ca. 1730. Sie gibt einen Überblick über die Entwicklung der Orangeriekultur in Weimar der letzten 300 Jahre und schlägt den Bogen von der Bedeutung exotischer Pflanzen als Statussymbol über die Kultivierung der Pflanzensammlungen und die gartenkünstlerischen Ambitionen der Gärtnerfamilien bis zu den botanischen Forschungen von Herzog Carl August um 1800. Zudem werden verschiedene Strategien der Gärtner vorgestellt, auf Klimaveränderungen zu reagieren.


Das ist die Schatzkammer Thüringen